L(i)ebensbriefe

Grundschule Mühlried - L(i)ebensbriefe 2014
Grundschule Mühlried - L(i)ebensbriefe 2014
Grundschule Mühlried - L(i)ebensbriefe 2014
Grundschule Mühlried - L(i)ebensbriefe 2014
Grundschule Mühlried - L(i)ebensbriefe 2014
Grundschule Mühlried - L(i)ebensbriefe 2014
Grundschule Mühlried - L(i)ebensbriefe 2014
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Liebensbriefe hängen an ihrem Bestimmungsort

Schrobenhausen (SZ) Diese Ausstellung ist voller Besonderheiten: 755 Kinder aus Schrobenhausen und Umgebung haben sich mit dem Thema Tod und Verlust befasst und Botschaften an Verstorbene angefertigt. Am Donnerstag geht es offiziell los – die Vorarbeiten sind aber bereits so gut wie abgeschlossen.

Schrobenhausen: Liebensbriefe hängen an ihrem Bestimmungsort
Offenherzig und ehrlich schreiben und erzählen 755 Schul- und Kindergartenkinder aus Schrobenhausen und Umgebung von ihren Erfahrungen mit dem Tod. Sie haben Briefe auf durchsichtigem Blindenpapier erstellt. Seit gestern hängen die sogenannten Liebensbriefe beim Pflegschloss in Schrobenhausen.

Die fertigen Botschaften, die im Rahmen des Projekts Liebensbriefe entstanden sind, stammen von Schul- und Kindergartenkindern nahezu aller Altersstufen. Beteiligt haben sich die Franziska-Umfahrer-Grundschule, die Grundschule Mühlried, das Gymnasium Schrobenhausen, die Maria-Ward-Realschule sowie die Kindergärten St. Mauritius und Taka-Tuka-Land. Und auch der Heilig-Geist-Kindergarten aus Mühlried wird vertreten sein.

Die Ausstellung rund ums Schrobenhausener Pflegschloss beginnt indes am kommenden Donnerstag, 23. Oktober – zumindest laut Zeitplan. Denn die auf Blindenfolie gezeichneten Botschaften hängen seit gestern bereits an ihrem Bestimmungsort. In nur gut eineinhalb Stunden haben die vielen fleißigen Hände einen Großteil der 755 Zettel an langen Schnüren befestigt. „Von jeder der beteiligten Institutionen sind mindestens zwei Helfer dabei gewesen“, freute sich Andrea Koch über die Hilfe.

Koch ist eigentlich die Konrektorin der Grundschule Mühlried, aktuell aber auch noch die Gesamtkoordinatorin für das Projekt in Schrobenhausen. Sie freut sich sichtlich über die Aktion und auch über die Begeisterung der Kinder aus dem Schrobenhausener Land. „Die Kinder haben viel mehr erzählt, als sie sonst preisgeben würden“, sagt sie. Als traurig würde Koch die Briefe der Kleinen und die Ausstellung aber nicht bezeichnen. „Wegen des transparenten Materials, das beschrieben wurde, ist die Ausstellung sehr leicht und hell“, beschreibt sie ihre Eindrücke, während ein leichter Windhauch die dünnen Blätter an den Schnüren in Bewegung versetzt.


Artikel im Donaukurier