Im Dienste der Sicherheit

Grundschule Mühlried - Sicherheit

Mühlried (SZ) Unter dem Motto „Der ADAC lässt 800 000 Erstklässler leuchten“ steht eine Aktion, bei der reflektierende Sicherheitswesten deutschlandweit an Schulanfänger verteilt werden. So auch in der Volksschule Mühlried.

Drei große Organisationen – die Deutsche Post, die Hilfsorganisation „Ein Herz für Kinder“ und die Stiftung „Gelber Engel“ des Deutschen Automobilclubs haben sich zusammengefunden, um 800 000 frischgebackene ABC-Schützen in knallgelbe Sicherheitswesten zu hüllen und damit im Straßenverkehr besser sichtbar zu machen. Allein in Bayern sollen mehr als 2300 Schulen von Vertretern dieser Aktion besucht werden. So wie die Volksschule Mühlried in diesen Tagen.

Georg Müller, Vorsitzender des Motorsportclubs Schrobenhausen, hatte die Aufgabe übernommen, die gespendeten, quietschgelben Westen mit den dicken Reflexstreifen an die Schüler der drei ersten Klassen in Mühlried zu verteilen und den Kindern eindringlich den Hintergrund der Aktion zu verdeutlichen. „Viele Unfälle könnten verhindert werden, wenn die Schüler besser gesehen werden“, erklärte Müller den Kindern und verwies auf den dicken Nebel, der die Kinder in den vergangenen Tagen auf dem morgendlichen Schulweg begleitet hat, „doch mit diesen tollen Westen sehen euch die Autofahrer viel, viel früher und können sich entsprechend vorsichtig verhalten“. So können Unfälle vermieden werden, deren Gefahr für Schulkinder in der kommenden, dunklen Jahreszeit fast doppelt so hoch ist wie im Sommer. Wobei die neongelben Westen natürlich nicht nur auf dem Schulweg, sondern auch während der Freizeitgestaltung nützliche Dienste erweisen können. „Also auch, wenn ihr mit euren Eltern zusammen mit dem Radl fahrt oder am Abend noch mal mit dem Hund rausgeht“, betonte der Vorsitzende des Motorsportclubs.

Auch Helmut Niederberger, der Rektor der Volksschule Mühlried, der ebenso wie die drei Klassenlehrerinnen den Kindern beim Anlegen der neuen Westen half, lobte die Aktion und wies die Kinder darauf hin, dass selbst die beste Sicherheitsweste „allerdings nichts taugt, wenn sie daheim rumliegt. Das ist wie mit der Hausaufgabe: Wenn ihr sie gemacht habt, aber sie zu Hause liegen lasst, dann nützt sie euch gar nichts. Also: Die Sicherheitsweste immer mitnehmen. Und die Hausaufgabe natürlich auch.“

Von Sylke Baumann-Zielke