Junior Helfer

Grundschule Mühlried - Junior Helfer
Grundschule Mühlried - Junior Helfer
Grundschule Mühlried - Junior Helfer
Grundschule Mühlried - Junior Helfer
Grundschule Mühlried - Junior Helfer
Grundschule Mühlried - Junior Helfer

Ein Unterricht anderer Art wurde vor kurzem in der Volksschule Mühlried (Grundschule) praktiziert. Verband, Pflaster, Mullbinde und Dreiecktuch waren die neuen Materialien für Schülerinnen und Schüler der dritten Klassen, die an dem ersten Teil der vom Roten Kreuz geleiteten Ausbildung zum Junior Helfer teilgenommen hatten. Die Kinder sollen durch den Lehrgang in die Lage versetzt werden, Gefahrensituationen zu erkennen und Unfälle zu vermeiden, Anlässe für Erste Hilfe schnell und richtig zu erkennen sowie altersangemessen Maßnahmen der Ersten Hilfe selbstständig durchzuführen. Diese Ziele, in erweiterter Form für höhere Jahrgangsstufen ausgearbeitet, formulierte  das bayerische Kultusministerium mit der Absicht, die entsprechenden Kenntnisse in der Allgemeinbildung der Bevölkerung zu verankern.

Die Idee, das lebensnahe und lebensnotwendige Projekt auch an der Volksschule Mühlried abzuwickeln, stammte von der Konrektorin Adelheid Konrad. Um die erforderlichen Kontakte und Organisation hatte sich die Sicherheitsbeauftragte der Schule, Ulrike Schmucker, gekümmert.  Als Lehrgangsleiterin konnte Margot Koschmieder, ehrenamtliche Mitarbeiterin des Roten Kreuzes Neuburg-Schrobenhausen, gewonnen werden.

Besonders in der Grundschule soll die Vermittlung und Anwendung kleinerer medizinischer Kenntnisse im Zusammenhang mit sozialem Lernen stehen, stellte Frau Koschmieder vor Ort fest und verdeutlichte das am Beispiel eines fiktiven Pausenunfalls. Wir schulen in den Klassen in Rollenspielen Verhaltensweisen ein, die Verantwortungs­bewusstsein und Empathie, also Mitgefühl, transportieren. Wir schauen den Verletzten an,  reden mit ihm - tröstende Worte spielen eine besondere Rolle - und nehmen ihn auch in den Arm.  Dabei werden in der Realität Ängste gemildert, Schmerzen gelindert und die Vorbildwirkung für andere Kinder kommt zum Zug, weiß die engagierte Ausbilderin zu berichten.

Für die Erstversorgung leichterer Verletzungen übten die Schüler unter anderem das Anlegen von Pflastern sowie von Verbänden ein. Lehrkräfte dürften sich gegebenenfalls nicht scheuen, diese Hilfestellungen den Juniorhelfern zu überlassen, meinte Frau Koschmieder. Denn die Kinder haben gelernt, was man beispielsweise bei Schürfwunden tun oder auf jeden Fall unterlassen muss.

Trainiert wurde während des Projektes in der Schule auch die sachgerechte Alarmierung eines Rettungsdienstes und nicht zu kurz kamen vorbeugende Aktivitäten. Friedfertiges Verhalten in der Pause, Tragen eines Fahrradhelmes, vernünftiges Fahrrad fahren und die Bedeutung einer Tetanusimpfung standen hier im Mittelpunkt.